Der Werdegang detailliert:

Die Arbeiten von Esther Gronenborn zeichnet sich durch ihre Vielfalt und authentische Erzählweise aus, sowie durch eine besondere Visualität. Immer wieder gelingt es ihr die Formate mit ihrer besonderen visuellen Herangehensweise und ungewöhnlichen Perspektiven aufzubrechen. An der HFF München studierte sie Dokumentarfilm. Neben ersten Dokumentarformaten und Mixed Media Projekten, etablierte sie sich schnell im Spielfilmbereich. Mit ihrem Debütfilm alaska.de gewann sie im Jahr 2000 2 Lolas, unter anderem die Lola für die „Beste Regie“. Seither machte sie weitere preisgekrönte Kino- und Fernsehfilme. 

In ihrer vielfältigen Karriere experimentierte sie auch mit neuen Medien, interaktiven Erzählformen,  Virals, Scripted Reality und Cut-Up Internetliteratur(AgInhalt). 

Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin ist sie sozial und filmpolitisch engagiert. Mit einigen Regisseurinnen gründete sie die Initiative Pro Quote Regie für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Filmbranche. Sie initiierte und betreute für den BVR den Diversitätsbericht 1-3. Mit einem Förderverein organisiert sie ehrenamtlich besondere Kulturerlebnisse für Kinder und Jugendliche ihres Heimatortes und engagiert sich in der Initiative LAP Demokratie Leben. 

Detailliert: 

An der HFF München studierte Esther Gronenborn Dokumentarfilm. Schon hier experimentierte sie mit Formen und Formaten. Ihr erster Übungsfilm ein Fakeumentary über die Grabverlegung von Franz Josef Strauß war Dauerbrenner auf vielen Kurzfilmfestivals. Ihr in Rumänien gedrehter opulenter Kurzspielfilm Morgengrauen(1994), der ohne Dialoge auskam, war ein preisgekrönter Kommentar (Kurzfilmpreis in Hof, Mikeldo Spanien) zu den Balkankriegen und tourte mit dem Goetheinstitut um die Welt. Ihr 2 Übungs und Essayfilm „I wonder in Pornoland“(1995) , erfuhr 1996 eine kleine Kinoauswertung in Programmkinos. Er brach die dokumentarische Ebene durch optische Experimente mit Video, Super 8, 35 und 16mm Filmmaterial auf, um der Frage nachzugehen, ob es in der Industrie auch Pornographie für Frauen geben kann. 

Ihr Abschlussfilm „ Die Strasse zum Glück“(1997)  reüssierte im klassischen journalistischen Gewand. Mit DV in „Hit and Run-Methode“ illegal in China gedreht, porträtierte sie nach einem Studienjahr in HongKong und Peking den chinesischen Super-Highway zwischen Shenzhen und Kanton und damit die erste Sonderwirtschaftszone Chinas. 

Da sie sich neben dem Studium mit ihrer eigenen Firma GroB. Film einen Namen in der Musikvideoszene gemacht hatte, wurde sie 1997 von der österreichischen Musikvideoproduktion DORO Film für deren gerade eröffnetes Berliner Büro abgeworben. Hier arbeitete sie zwei Jahre als Musikvideoregisseurin. Auch hier fiel sie mit ungewöhnlichen und erfolgreichen Musikvideos auf. Ihr Musikvideo „Meine kleine Schwester“ war mit einer ungewöhnlich authentischen, mit Laien gedrehten Ästhetik bahnbrechend für das Format.

Mit den Darstellern aus „Meine kleine Schwester“ entwickelte sie 1999 ihr Spielfilmdebüt alaska.de, über die verlorene Wendegeneration der späten Neunziger. Hier transportierte sie die optische Herangehensweise und erzählerische Authentizität des Musikvideos in den Spielfilmbereich. Mit alaska.de erhielt sie zahlreichen nationalen und internationalen Filmpreise. Unter anderem den deutschen Filmpreis für die beste Regie (2001). 

Danach arbeitete sie weiter für verschiedene Musikvideoproduzenten, weitete ihre Tätigkeiten aber auf das Internet aus. 

Seit 2003 betreut sie regelmäßig verschiedene Formate für die Internet- und Designagentur KAKOOII. Hier entwickelte sie als Konzepterin, Autorin und Regisseurin drei interaktive Spielfilme zum Thema Drogenprävention. Neben der interaktiven Erzählweise, die es den Schülern und Lehrern erlaubt die Handlung wie einen Spielfilm, aber auch in einzelnen zusammengestellten Kapiteln zu verfolgen, kamen Animationen, dokumentarische und inszenierte Elemente zum Einsatz. Die Filme, die zwischen 2003 und 2007 gedreht wurden, sind noch immer beliebtes Präventionsmaterial in Schulen und werden erfolgreich in alle deutschsprachigen Länder verkauft. Für Kakooii drehte sie außerdem die visuell herausragenden World Aids Tag Spots, die in Superzeitlupe und mit verschiedenen montierten Ebenen den authentischen Protagonisten und ihren Geschichten einen besonderen Rahmen bieten. 

Für die Firma Flora und Fauna Visions betreute sie u.a. den Osborne Kurzfilmwettbewerb. 

Für die Initiative future@ von Sir Simon Rattle arbeitete sie gemeinsam mit Jugendlichen und den Philharmonikern an verschiedenen Kurzfilmen und Visuals für die Philharmonie. 

Gemeinsam mit den Regisseurinnen Irene von Alberti und Miriam Dehne drehte sie die Spielfilmtrilogie „Stadt als Beute“(2005). Hier mischen sich inszenierte Spielfilmmomente mit improvisierten Proben des Dramaturgen René Pollesch. 

Als Tanzfilm im Flüchtlingsmillieu bezeichnet sie ihren Spielfilm Adil Geht (2005), der auf dem Max Ophüls Festival lobend erwähnt wurde und den Hauptpreis des Schweriner Filmfestivals erhielt. Hier kombiniert sie Tanzhandlung und Choreografie mit der Geschichte von vier Jugendlichen auf Duldung. Der Film tourte ausserdem 2007 dem französischen Jahr der Integration durch deutsche-französische Schulen in Frankreich.

Mit Storyhouse drehte sie ab 2004 für das Format „Gallileo Mystery“ zahlreiche Dokudramen zu verschiedenen historischen Themen (Jeanne D’Arc, D’Artagnan, Billy the Kid etc.) 

Auch hier stand ihre visuelle und erzählerische Spielfreude im Vordergrund. 

Mit Hinter Kaifeck (2008) drehte sie in einer Kino-Co. mit 24Frames, Kinowelt, neue Schönauser Filmproduktion und Seven Pictures einen der ersten Mystery Thriller für die Pro 7/Sat1 Montagsspielfilmschiene. 

„Ich werde nicht schweigen“ (2016)ist ihr erster reiner Fernsehfilm. Als Autorin und Regisseurin erzählt sie in Form eines historischen Thrillers die Geschichte ihrer Großmutter, die nichtsahnend in die politischen Verstrickungen der frühen Nachkriegszeit gerät und dabei Euthanasiefälle in einer Klinik aufdeckt. 

Danach hat sie einen Liebesfilm mit Nadja Uhl und Carlo Ljubek für den Samstagabend ARD/Degeto gedreht, sowie weitere Fernsehfilme wie die Reihe Väter allein zu Haus Teil III und IV, sowie die abgedrehte Culture-Clash Komödie „Ziemlich russische Freunde“. Auch hier konnte Esther Gronenborn ihre besondere Herangehensweise und Vielfältigkeit beweisen. 

Ebenso experimentierte sie mit Virals, Scripted Reality und Cut-Up Internetliteratur(AgInhalt). 

Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin ist sie auch sozial und filmpolitisch engagiert. Mit einigen Regisseurinnen gründete sie die Initiative Pro Quote Regie für mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Filmbranche. Sie betreute für den BVR den Diversitätsbericht 1-3. Mit einem Förderverein organisiert sie ehrenamtlich besondere Kulturerlebnisse für Kinder und Jugendliche ihres Heimatortes und engagiert sich in der Initiative LAP Demokratie Leben.